BLECH Folge 30: Über Sinn und Unsinn von Konzeptalben

Ihr wisst, wir lieben Geschichten! Metalmusiker*innen offenbar auch – sonst gäbe es kaum so viele Konzeptalben in unseren Lieblingsgenres. Doch das mag verblüffen, schließlich scheinen im Metal-Bereich Texte sonst gar nicht so viel Bedeutung zu haben. Grund genug, dass wir in der aktuellen BLECH-Folge über diese besondere Kunstform sprechen.

Natürlich fangen wir mit unseren persönlichen Lieblingen an – bei Martina überwiegend aus dem Power-Metal-Bereich, Justus bevorzugt Viking/Black Metal. Wichtig ist zunächst die Frage, was ein Konzeptalbum genau ausmacht: Braucht es eine durchgehende Story oder reicht ein grober thematischer Bogen bei den Texten? Welche Rolle spielt die musikalische Verknüpfung der Einzelstücke? Warum ist die Gattung in manchen Subgenres stärker verbreitet als in anderen? Und welche Zukunft hat das Konzeptalbum eigentlich noch in einer Playlistisierung der Musiklandschaft?

Wir sezieren die verschiedenen inhaltlichen Typen von Konzeptalben, von historischen Stoffen bis hin zu originalen Science-Fiction-Storys. Martina stellt Vergleiche mit Rockopern und Musicals an, während Justus erzählt, wie er selbst mal ein Konzeptalbum geschrieben hat. Außerdem geben wir uns streitbar, welche berühmten Platten entgegen verbreiteter Annahme eben keine Konzeptalben sind. Und schließlich verraten wir noch, über welche Themen wir auf gar keinen Fall ein Konzeptalbum hören wollen!


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6 Kommentare zu “BLECH Folge 30: Über Sinn und Unsinn von Konzeptalben

  1. Ah mist, jetzt habe ich Dezperadoz – The Legend and the Truth vergessen. Das erzählt das Leben von Wyatt Earp nach und ist damit so nah an Lucky Luke wie möglich – zumal dieser in der Geschichte O.K. Corral prominent vorkommt ;-)

  2. Ganz spannend, was ihr hier diskutiert. Ich möchte noch einige gute Beispiel für sehr gelungene Konzeptalben ergänzen, die im Podcast nicht vorkommen.

    Chthonic – Takasago Army
    Chthonic haben mehrere Konzeptalben und Takasago Army ist eigentlich der dritte Teil einer Trilogie. Das Album ist einfach dasjenige, das sehr viele Punkte, die ihr ansprecht, am ausgeprägsten beinhaltet: Es hat verschränkt Texte und Musik, erzählt eine durchgehende Geschichte, ist verwurzelt in der Realität (zur Zeit des 2. Weltkriegs) und mischt viel Mythologie sowie Fantasyaspekte bei.

    Battle Tales – Greed of a King
    Greed of a King ist ein sehr gutes Beispiel für die Darstellung einer (Fantasy-) Geschichte durch Musik respektive die Verbindung der beiden erzählerischen Ebenen.

    Crescent Lament – Land of Lost Voices
    Ähnlich wie bei Chthonic wird auf Land of Lost Voices eine durchgehende Geschichte auf lyrischer und musikalischer Ebene verknüpft und erzählt, allerdings ohne die mythologischen und Fantasy-Elemente.

    Excelsis – Legacy of Sempach
    Auf Legacy of Sempach werden die historischen Ereignisse der Schlacht um Sempach mit der darum entstandenen Legende aus der Sicht eines Zeitreisenden geschildert. Bereits mit dem Verständnis von nur wenigen Textfetzen schafft es die Musik, die Geschichte zu transportieren. Von den Konzeptalben, die Excelsis gemacht haben, ist es das beste (dicht gefolgt von Tod u Vergäutig, das aber ebenfalls eine Erwähnung verdient hat).

    Skálmöld – Börn Loka
    Das Album Baldur mag die gradlinigere Umsetzung der Texte sein, aber Börn Loka schafft es noch besser, die Geschichte musikalisch zu interpretieren. Dabei werden beispielsweise verschiedene Figuren durch subtil andere Gesangstechniken charakterisiert, ohne dass diese mit der Tür ins Haus fallen wie beispielsweise bei Avantasia.

    Stormkeep – Tales of Othertime
    Das Konzept von Tales of Othertime wird primär textlich umgesetzt, was mit verschiedenen kurzen Erzählstellen innerhalb der Songs auf die Spitze getrieben wird. Stormkeep haben dem Album darüber hinaus mehrere Erzähltexte im Booklet spendiert inklusive einer ausführlichen Karte der besungenen Fantasywelt.

    Ungfell – De Ghörnt
    Das Album De Ghörnt ist so sauber strukturiert, dass jeder Song wie ein Buchkapitel wirkt und die zugrunde liegende Sage sehr zugänglich weitererzählt. Musikalisch wird der Inhalt ebenfalls aufgegriffen und mit wenigen Kniffen eingewoben.

  3. Hi, habe gerade eure Folge über die Konzeptalben gehört. Entweder war ich einen Moment unaufmerksam oder der King of Konzeptalbum hat tatsächlich gefehlt? Ich meine, King Diamond hat zahlreiche Konzeptalben veröffentlicht, hier sind Alben ohne zusammenhängende Geschichte eher die Ausnahme. Wollte ich einfach nochmal ergänzend erwähnt haben. :) LG

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